Aashita
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Projekt Jaipur

Das Ziel des Vereins ist es Waisenkindern in Jaipur ein sicheres Zuhause in einem natürlichen, familiären Umfeld zu geben. Unsere kleinen Mädchen leben zusammen mit unseren ‘Müttern’ in einem Haus in einer ruhigen Wohngegend wie in einer ganz normalen Familie.

Hauptaugenmerk legen wir auf die Auswahl der Mitarbeiter, die neben der entsprechenden Ausbildung viel Liebe und Zuneigung für Ihre Schützlinge mitbringen müssen, damit die Kinder wie bei eigenen Eltern behütet aufwachsen können.

Einen weiteren Schwerpunkt setzt Aashita in der Schul- und Ausbildung, die besonders in Entwicklungsländern der Schlüssel zu einem unabhängigen  und besseren Lebensstandard ist. Dies ist besonders für Mädchen wichtig, denn sie sind meist die ersten Opfer der Armut.

Ort

Jaipur ist die Hauptstadt von Rajastan, bekannt auch als 'Pink City'. Die Stadt liegt im Nordwesten Indiens, 300 Kilometer von Delhi entfernt. Sie wurde als erste 'geplante' Stadt Indiens im 18. Jahrhundert von Sawai Jai Singh gebaut. Besonders berühmt ist sie für den Palast Hawa Mahal, Palast der Winde. Heute leben ca. 2,7 Millionen Menschen in Jaipur, davon sind 53 % männlich und 47% weiblich; 15% der Bevölkerung ist unter 6 Jahre alt.

Mit ca. 1,2 Milliarden Einwohnern (2011) rangiert Indien auf Platz zwei nach China und auf Platz eins unter den demokratischen Ländern. Mit über 375 Millionen Kindern hat es mehr Kinder als jedes andere Land der Welt. Die Anzahl an Waisen übersteigt bereits
12 Millionen. Über 18 Millionen Kinder leben ohne Gesundheitsvorsorge, Bildung und regelmäßige Ernährung. Laut Statistik der Weltbank haben 44 % der indischen Bevölkerung weniger als einen Dollar täglich für ihren Lebensunterhalt zur Verfügung.

Unicef sieht Indiens Anstieg an Waisenkindern als charakteristisch für eine weltweite Krise. Man erwartet eine Verdopplung der Anzahl von Waisen innerhalb der nächsten 5 Jahre mit gleichbleibend steigender Entwicklung bis 2020 oder sogar 2030. Es ist zu vermuten, dass diese 'Waisenkrise' auch Einfluss auf die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes haben wird.

Ein weiteres entscheidendes Problem ist, dass Frauen in Indien nach wie vor diskriminiert werden. Sie werden oft als 'paraya dhan' - 'Reichtum der anderen' bezeichnet. Die Proportion von Männern zu Frauen zeigt eine gefährliche Entwicklung: auf 1000 Männer kommen 933 Frauen (weltweiter Durchschnitt: 1000 zu 1050). Gründe für dieses Missverhältnis sind Abtreibung und Tötung weiblicher Babys, hauptsächlich wegen der hohen Mitgift bei der Verheiratung der Töchter.

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